Frequenz von Psychotherapie

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Frequenz von Psychotherapie

Von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wird empfohlen, dass man regelmäßig Termine wahrnimmt. Üblicherweise bedeutet das ein Termin wöchentlich oder jede zweite Woche.

Besonders zu Beginn einer Therapie kann es sinnvoll sein, dass man jede Woche einen Termin wahrnimmt. Du fragst dich vielleicht nun: "Wieso?" Gerade in der ersten Zeit gelingt es vielleicht noch nicht so leicht an einem (unangenehmen) Thema dran zu bleiben. Da macht es schon Sinn, wenn man sich in kürzeren Abständen damit beschäftigt. Liegen ganze 2 Wochen zwischen den Terminen, kann es schon einmal vorkommen, dass man nicht mehr so leicht Anschluss an das zuletzt behandelte Thema findet. Vielleicht fällt es dem Einen oder der Anderen nicht so leicht, sich auf die Therapie "einzuschwingen". Es dauert womöglich bis man wirklich bei sich und der Therapie ankommt, genug Beziehung und Vertrauen zur Therapeutin/zum Therapeuten aufgebaut hat, um sich entsprechend öffnen zu können.



Natürlich kann dies alles auch gelingen, wenn man zweiwöchentlich einen Termin wahrnimmt. Es kann allerdings sein, dass Menschen, welche wöchentlich zur Therapie gehen, früher eine Veränderung bei sich feststellen können als jene, welche 14-tägig einen Termin haben. Das liegt jedoch ganz einfach daran, dass z.B. in 6 Wochen 6 Termine stattfinden oder eben 6 Termine in 12 Wochen. Bedenkt man nun, dass Psychotherapie oft nach 6 Sitzungen noch nicht zu Ende ist, sondern sich meist ein längerer Prozess entwickelt, so kann dies bei einer 14-tägiger Frequenz einen langen Zeitraum bedeuten.

Kann man bereits einen längeren Prozess für sich verzeichnen, so kann es natürlich sinnvoll sein, dass man von wöchtenlich auf zwei- oder dreiwöchentlich wechselt. Dies muss natürlich individuell zwischen TherapeutIn und KlientIn besprochen werden.


Einer amerikanischen Studie zu Folge, konnte eine signifikante Verbesserung des Zustandes von Klienten und Klientinnen innerhalb von sechs Wochen festgestellt werden, welche wöchentlich Termine wahrgenommen haben. Solche Verbesserungen konnten bei Klienten und Klientinnen, welche 14-tägig Sitzungen in Anspruch genommen haben, erst nach 21 Wochen verzeichnet werden. Des Weiteren war zu beobachten, dass hochfrequente (wöchentliche) Therapien bessere Therapieeffekte herbeiführen können. Niedrigfrequente Sitzungen wurden als weniger effizient beschrieben, Therapieeffekte würden sich schneller verflüchtigen.

(Quelle: Erekson D, Lambert M, Eggett D: The relation-ship between session frequency and psychotherapy outcome in a naturalistic setting. Journal of Consulting and Clinical Psychology 2015; 83(6): 1097–107.)

https://www.aerzteblatt.de/archiv/175336/Psychotherapiefrequenz-Schnellerer-Erfolg-durch-haeufigere-Sitzungen