Der Herbst und Corona

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Nach einem wunderbaren Sommer hat der Herbst bzw. in machen Teilen des Landes sogar der Winter Einzug gehalten. Das bunte Farbenkleid der Natur, Nebelschwaden am Morgen, Wind und Regen - manche lieben dies am Herbst, finden ihn wild-romantisch. Manche Menschen wiederum können genau dies am Herbst nicht leiden und können der grauen, dunklen Jahreszeit nichts abgewinnen. Bei wieder anderen schlägt sich genau das auf die Stimmung.

Nun befinden wir uns heuer in einem Jahr, das sich durch die Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung schon seit dem Frühjahr auf die Stimmung, auf das psychische Wohlbefinden vieler Menschen auswirkt. So zeigt eine Studie der Donau Universität Krems in Kooperation mit dem Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie, dass die Pandemie negative Auswirkungen auf die Psyche hat. Viele Klientinnen und Klienten berichten von Verschlechterungen ihrer Symptome oder dass bereits Überwundenes wieder entfacht. Aber auch Menschen, welche bisher keine Psychotherapie in Anspruch genommen haben, berichten von Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden.

Ein Virus, gegen den es noch keine Medizin gibt, von dem man noch nicht weiß, welche Langzeitfolgen zu erwarten sind, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Distanz zu anderen, um sich selbst und die anderen zu schützen und und und... Man kann zu den Informationen und den Maßnahmen der Regierung stehen wie man möchte, dazu möchte ich mich hier auch nicht äußern. Fakt ist, dass die Gegebenheiten wie sie nun einmal sind dazu führen bzw. geführt haben, dass Menschen verunsichert, einsam, beängstigt sind.

Und das nun alles gepaart mit einer Jahreszeit, die vielen schon einfach "nur so" auf die Stimmung schlägt. Es ist ungewiss wie der Rest des Jahres sich gestalten wird. Steigen die Infektionszahlen wieder? Kommt es wieder zu einem lock-down? Wird meine Firma das überstehen? Ist mein Job krisensicher? usw. Fragen über Fragen, die wohl nicht dazu beitragen, dass sich das psychische Wohlbefinden steigert.


Gerne möchte ich hier ein paar "Tipps" geben, wie der eigene Alltag gestaltet werden kann, damit man durch die auch so schon trübe Jahreszeit kommt.

Allen voran möchte ich hier hervor streichen, dass sich niemand schämen muss, wenn er oder sie sich unwohl fühlt, beängstigt ist vor der Zukunft oder ein Gefühl der Ausweglosigkeit und Ohnmacht in sich trägt.

Eine Tagesstruktur kann gut dabei helfen nicht "abzudriften". Nicht nur Kinder erleben durch einen strukturierten Tagesablauf Sicherheit und Halt. Legen Sie Zeiten fest an denen sie morgens aus und abends ins Bett gehen. Fixieren Sie auch Zeiten für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Planen Sie neben ihren Arbeitszeiten auch ausreichend Phasen für Freizeit ein. Gehen Sie an der frischen Luft spazieren, beobachten Sie die Natur oder machen Sie Sport. Regelmäßige körperliche Betätigung tut gut! Insbesondere wenn Sie im home-office arbeiten ist eine gute Balance zwischen Arbeits- und Freizeit von Bedeutung. Nehmen Sie sich abends bewusst Zeit und überlegen Sie, was an diesem Tag gut war und wofür Sie dankbar sind.

Pflegen Sie ihre sozialen Kontakte, auch wenn dies vielleicht manchmal nicht persönlich möglich ist. Verbringen Sie Zeit mit Ihren Lieben, tauschen Sie sich aus, auch über das was Sie bewegt.

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Spielen Sie doch mit Ihren Kindern, schreiben Sie eine Kurzgeschichte, lesen Sie das Buch, das Sie schon so lange lesen wollen, malen und gestalten Sie, ...

Entdecken Sie ein neues Hobby oder beleben Sie ein altes neu. Youtubetutorials sei Dank ist man heutzutage nicht mehr auf einen Kurs oder Ähnliches angewiesen.

Überlegen Sie sich genau wie Sie Medien konsumieren möchten. Man muss nicht jede Sekunde am neuesten Stand sein. Informieren Sie sich, aber nicht durchgehend. Beugen Sie durch gezielten Medienkonsum einer Überforderung vor. Planen Sie offline-Zeiten ein, insbesondere vor dem Schlafengehen.


Haben Sie den Eindruck, dass nichts mehr hilft und Sie Unterstützung brauchen, dann scheuen Sie bitte nicht davor zurück sich entsprechende Hilfe zu holen. Auf Grund der Pandemie besteht die Möglichkeit Psychotherapie auch via Telefon oder (Video-)Chat in Anspruch zu nehmen.


Infoblätter ÖBVP:

https://www.psychotherapie.at/sites/default/files/files/patientinnen/PatientInnen-Corona-Infoblatt-Familienleben-OEBVP.pdf

https://www.psychotherapie.at/sites/default/files/files/patientinnen/PatientInnen-Coronavirus-Infoblatt-OEBVP-NEU.pdf


PsychotherapeutInnen finden: https://www.psychotherapie.at/patientinnen/psychotherapeutinnen-suche


Psychotherapeutische Hotline in Ihrem Bundesland: https://www.psychotherapie.at/sites/default/files/files/patientinnen/PatientInnen-Psychotherapie-Hotlines-OEBVP.pdf


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